Dan-Prüfung am 21. Juni 2015 in Bochum

Am 21. Juni 2015 war es wieder einmal so weit: die Dan-Prüfung des DFJJ NW e.V. stand an. Den Prüfungsort stellte diesmal der PSV Bochum, da er mit zwei von vier Prüflingen die meisten Teilneh-mer stellte. Insgesamt stellten sich – wie bereits erwähnt – vier Prüflinge der Prüfungskommission, wobei drei von ihnen die Dan-Prüfung und eine Teilnehmerin die Prüfung zum 1. Kyu ablegten.

Nach der Begrüßung starteten die Prüflinge mit der obligatorischen Fallschule, in der auch freier Fall & Co., sowie verschiedene Rollen über die „Bank“ inklusive Rollbankwürger abgefragt wurden.

Danach mussten die Prüflinge ihre Karate-Kenntnisse aus der Bewegung demonstrieren. Im Anschluss an die Karate-Kihon folgten die Wurftechniken.
Einzeln mussten die Prüflinge dann Ihr Wissen und Können bei den Hebel- und Würgetechniken unter Beweis stellen.

Nachdem die Grundschule abgeschlossen war, startete Patrick Neumann mit der Demonstration seiner Hanbo-Techniken gefolgt von verschiedenen Verteidigungen gegen Angriffe mit dem Bokken.

Nach einer kurzen Verschnaufpause begannen die Vorführungen der einzelnen Jiu-Jitsu-Formen. Dabei startete ebenfalls Patrick Neumann mit der Tanto-No-Kata, gefolgt von der Tai-Jitsu-Kata. Anschließend zeigten die übrigen Dan-Anwärter die für ihren Dan-Grad notwendigen Formen Jiu-Jitsu-No-Kata-Ni-Dan und Jiu-Jitsu-No-Kata Sho-Dan.

Nach der Vorführung der Katas zeigten die Prüflinge ihre vorbereiteten langen Kombinationen, die jeweils aus mindestens sechs unterschiedlichen Techniken bestehen mussten. Hier ging es hoch her, denn nahezu alle Bereiche des Jiu-Jitsu wurden abgerufen – Schläge, Tritte, Würfe, Hebel, Würger – je mehr, desto besser.

Auch eine ausführliche Abfrage verschiedenster Selbstverteidigungstechniken gegen diverse bewaffnete und unbewaffnete Angriffe stand auf der Tagesordnung. Immer wieder mussten die Prüflinge einzeln mit ihren Uke auf die Prüfungsfläche um die abgefragten SV-Kategorien zu demonstrieren – hierbei wurde kaum eine Angriffsart ausgelassen.

Auch realistische Selbstverteidigung außerhalb der Prüfungsordnung stand auf dem Programm. Hier waren schnelle Reflexe gefragt, denn mehr oder weniger unvorbereitet mussten die Prüflinge auf Tiefschläge in die Magengrube, Fingerstiche in die Augen, angesetzte Würfe wie Tani-Otoshi, Griff- und Schlagkombinationen des Uke u.v.m. reagieren. Besonders detailliert erfolgte die Abfrage der Waffenangriffe, sodass neben Messer und Stock auch Pistole und Kette zum Einsatz kamen.

Abgeschlossen wurde die Prüfung durch Patrick Neumanns, für den vierten Dan selbst entwickelte Form, Jiu-Jitsu-No-Kata-Yon-Dan. Diese Form bestand aus drei relativ langen Teilen mit vielen Angriffen des Uke und Verteidigungen und Kontertechniken des Tori und legte einen Schwerpunkt auf die zahlreichen Bodentechniken im Jiu-Jitsu.

Nach ca. drei Stunden stand das Ergebnis fest und wurde von der Prüfungskommission verkündet: alle Teilnehmer hatten bestanden.

Der DFJJ NW gratuliert:
zum 4. Dan Patrick Neumann,
zum 2. Dan Greta Barbachowski,
zum 1. Dan Rainer Ademes und
Barbara Hasenau zum 1. Kyu.

Prüfungskomitee:
Dr. Heinz Schorn, 1. Vorsitzender und Prüfungswart, 7. Dan DFJJ NW
Andreas Kress, Geschäftsführer, 5. Dan DFJJ NW
Thorsten Mühlbach, 3. Dan DFJJ NW

Text: Christian Busch
Bilder: liegen noch nicht vor – gerne nehmen wir Bilder der Prüfung an (Bitte per Email an webmaster@dfjj.de)